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  • Auf den Flügeln des gemeinsamen Traumes

    Stand:07.06.2017

    Im Jahr 2016 fand das Deutsch-Chinesische Jahr für Schüler- und Jugendaustausch statt. Dass der chinesische Staatspräsident Xi Jinping und der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck dieses Jahr am 21. März 2016 gemeinsam in Peking eröffneten, stellte einen neuen Höhepunkt im freundschaftlichen Austausch zwischen China und Deutschland dar. In seiner Rede bei der Auftaktveranstaltung erklärte Präsident Xi, dass neue Ideen am häufigsten beim Austausch zwischen jungen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen entstehen: „Ein chinesisches Sprichwort lautet ‚Jemanden mit voller Aufrichtigkeit behandeln‘. Obwohl Geschichte, Kultur, Gesellschaftssystem und Entwicklungsstadium von China und Deutschland unterschiedlich sind, sollen Unterschiede Impulse statt Hindernisse für Austausch und Zusammenarbeit darstellen. Ich hoffe, dass Jugendliche aus China und Deutschland einander mit aufrechtem Herzen kennenlernen und voneinander lernen können“. Bundespräsident Gauck sagte zu, dass Deutschland sich weiter für die Vertiefung der langfristigen engen Zusammenarbeit beider Länder im Bereich Bildung einsetzen werde. Er hoffe, dass die jungen Deutschen, die bald zum Studium nach China kämen, die Chance hochschätzen würden, sich über chinesische Sprache, Kultur und Lebensart zu unterrichten.

    Die Förderung des Jugendaustauschs geht auf eine Initiative der beiden Staatschefs zurück. Bei dem erfolgreichen Staatsbesuch von Staatspräsident Xi Jinping in Deutschland im März 2014 vereinbarten beide Seiten den Aufbau einer umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und Deutschland. Xi Jinping rief erstmals zur Förderung des Jugendaustauschs zwischen beiden Ländern auf. Während der 3. Runde der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen im Oktober 2014 haben Premierminister Li Keqiang und Bundeskanzlerin Angela Merkel den Deutsch-Chinesischen Schüler- und Jugendaustausch vereinbart; er wurde auch Bestandteil des Aktionsrahmens für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit: „Innovation gemeinsam gestalten! “. Beim achten China-Besuch der Bundeskanzlerin im Oktober 2015 wurde die Gemeinsame Absichtserklärung zwischen der Regierung der Volksrepublik China und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die Ausrichtung eines „Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler-und Jugendaustausch 2016“ unterzeichnet.

    Das Deutsch-Chinesische Jahr für Schüler- und Jugendaustausch erhielt hochrangige Unterstützung: Schirmherren wurden Vize-Premierministerin Liu Yandong und der damalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Ein gemeinsames Organisationskomitee wurde einberufen, in dem auf chinesischer Seite das Bildungsministerium und auf deutscher Seite das Auswärtige Amt Koordinierungsaufgaben wahrnahmen. In beiden Ländern beteiligten sich weitere Behörden und Institutionen. Zu ihnen gehörten auf chinesischer Seite das Außenministerium, das Ministerium für Wissenschaft und Technologie, das Finanzministerium, das Kulturministerium, der Gesamtchinesische Jugenddachverband, das Staatliche Hauptamt für Sport und das Staatliche Hauptamt für Rundfunk, Film und Fernsehen; auf deutscher Seite das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Kultusministerkonferenz der Länder. Die Botschaft der Volksrepublik China in Berlin und die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Peking haben sich mit zahlreichen Beiträgen umfassend beteiligt. Auch lokale Behörden, zahlreiche Institutionen, Schulen und Hochschulen beider Länder haben teilgenommen.

    2016 haben China und Deutschland unter dem Motto „Austausch, Freundschaft, Zukunft“ fast 300 verschiedene Aktivitäten und Projekte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Technik, Kultur, Sport, Medien usw. ausgerichtet, und mehr als 60 000 chinesische und deutsche Jugendliche haben sich beteiligt. Die Aktivitäten und Projekte im Rahmen des Austauschjahres wurden sowohl von Behörden und offiziellen Stellen durchgeführt als auch von verschiedenen anderen Akteuren initiiert. Die Eröffnungsfeier in Anwesenheit der beiden Staatschefs und die Abschlussfeier mit hochrangigen Regierungsvertretern waren ebenso wie alle Schwerpunktveranstaltungen und Pilotprojekte erfolgreich. Dies gilt z. B. für „MoveNext – China-Germany Youth Dialogue“, „University Students Design and Planning Competition - Sharing 2016“, das deutsch-chinesische Projekt „Schulen: Partner der Zukunft“ (PaSCH), Deutsch-Chinesische Jugendtage, die Deutsch-Chinesische Trägerkonferenz, „Youth Environment Ambassador Action & Education Program“, ein Deutsch-Chinesisches Fußballturnier und „Chinaand Germany in My Eyes“. Parallel fand auch eine Vielzahl von Aktivitäten in den Bereichen Sport, Sprache, Kultur usw. statt, die von verschiedenen Institutionen, Schulen und Hochschulen aus beiden Ländern durchgeführt wurde. Dank dieser Aktivitäten wurden nicht nur der Schüler- und Studentenaustausch, der sprachliche Austausch und der Austausch zwischen zukünftigen Führungskräftenweiter gefördert, sondern auch die Zusammenarbeit von chinesischen und deutschen Jugendlichen in den Bereichen wie Schulfußball, Kunst usw.

    Am Nachmittag des 24. November 2016 nahmen Vize-Premierministerin Liu Yandong und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier an der Abschlussfeier des Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch an der Universität Hamburg teil. Beide Schirmherren hielten Ansprachen und beantworteten die Fragen von chinesischen und deutschen Schülern und Jugendlichen über die Zukunft beider Länder. Vize-Premierministerin Liu wies darauf hin, dass ihr Besuch der Umsetzung der Übereinkunft der beiden Staatschefs, der Förderung der Weiterentwicklung des deutsch-chinesischen Kulturaustauschs, der Errichtung einer breiteren Plattform für den gegenseitigen Austausch und der Ausbildung von Jugendlichen beider Länder diene. Chinesische und deutsche Jugendliche sollten Schulter an Schulter zusammenarbeiten und Hand in Hand voranschreiten, um die Entwicklung der bilateralen Beziehungen weiter zu fördern und eigenhändig eine bessere Zukunft für beide Länder zu gestalten. China und Deutschland sollten sich weiter mit Nachdruck darum bemühen, den deutsch-chinesischen Schüler- und Jugendaustausch noch umfangreicher und tiefgehender voranzutreiben. Sie bezeichnete die Abschlussfeier als „neuen Start“ der Freundschaft zwischen chinesischen und deutschen Jugendlichen, und sie brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass beide Seiten noch mehr junge Sendboten der Freundschaft ausbilden werden, die den Baum der deutsch-chinesischen Freundschaft erblühen lassen und fruchtbar machen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte in seiner Rede, dass der kulturell-gesellschaftliche Austausch die gleiche wichtige Rolle spielt wie gegenseitiges politisches Vertrauen und Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Obwohl die chinesischen und deutschen Jugendlichen unterschiedliche persönliche Erfahrungen gemacht hätten, vermute er, dass sie eines ganz ähnlich empfunden hätten: sie hätten die Welt mit anderen Augen kennengelernt. Aus ihren Begegnungen könnten Beziehungen entstehen und aus den Beziehungen Freundschaften werden. Freundschaften, die auf Einsicht, Verständnis und Respekt beruhten. Minister Steinmeier brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass immer mehr junge Menschen den Mut haben würden, Bekanntes zumindest für einen gewissen Zeitraum hinter sich zu lassen und Neues zu wagen. Neugier und Respekt: beides bräuchten wir in den deutsch-chinesischen Beziehungen. „Das Motto Austausch, Freundschaft, Zukunft stellt gerade die Kernbedeutung unserer Auswärtigen Politik und Kultur dar.“

    Anlässlich des 45. Jahrestages der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland wird im Jahr 2017 der hochrangige Dialog zur Förderung und Unterstützung des kulturell-gesellschaftlichen Austauschs zwischen den beiden Ländern errichtet. Dies entspricht den am 5. September 2016 am Rande des G20-Gipfels in Hangzhou von Staatspräsident Xi Jinping und Bundeskanzlerin Angela Merkel gemachten Anregungen: „Wenn die Brücke des kulturellen und personellen Austausches ausgebaut werden soll, muss das Deutsch-Chinesische Jahr für Schüler- und Jugendaustausch als eine gute Möglichkeit betrachtet werden, die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Technologie, Kultur, Gesundheit, Tourismus, Innovation und unternehmerische Initiative junger Menschen zu verstärken“. Am 25. November 2016 haben Vize-Premierministerin Liu Yandong und Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Vereinbarung über die „Vertiefung der kulturellen Zusammenarbeit und den Austausch zwischen China und Deutschland, über das Vorantreiben des schnellen Aufbaus eines hochrangigen Mechanismus für kulturellen Austausch und über die Förderung von Zusammenarbeit und Austausch in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Technologie, Kultur, Sport und Fußball usw.“ getroffen. Die Errichtung dieses Dialogs soll zu einer hochrangigen Plattform für die Verstärkung des Austauschs im kulturell-gesellschaftlichen Bereich zwischen China und Deutschland führen, mehr Wege für die Kooperation imkulturell-gesellschaftlichen Bereich eröffnen und die umfassende Unterstützung und Gewährleistung der Ausweitung des Austauschs sowie die Vertiefung der Zusammenarbeit vorsehen. Vor diesem Hintergrund wurde im März 2017 an der Tongji-Universität das Zentrum für Chinesisch-Deutschen Kulturell-Gesellschaftlichen Austausch gegründet. Das Zentrum wird in nächster Zeit eine Schriftenreihe zum chinesisch-deutschen kulturell-gesellschaftlichen Austausch veröffentlichen. Als erste Publikation dieser Schriftenreihe zielt Auf den Flügeln des gemeinsamen Traumes. Eine Dokumentation des Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch 2016 darauf ab, die Leistungen beider Länder im Schüler-und Jugendaustausch im vergangenen Jahr möglichst umfassend zu skizzieren. Wegen der zahlreichen Aktivitäten des Austauschs und der noch begrenzten Möglichkeiten des Forschungszentrums kann die vorliegende Dokumentation allerdings nur eine unvollständige Übersicht über das Deutsch-Chinesische Jahr für Schüler- und Jugendaustausch darstellen.

     Auf den Flügeln des gemeinsamen Traumes. Eine Dokumentation des Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch 2016 wird in chinesischer und deutscher Sprache veröffentlicht. Die chinesischsprachige Fassung enthält Berichte der Website der Bildungsabteilung der Botschaft der Volksrepublik China in Deutschland und der chinesischen Leitmedien; die deutschsprachige Fassung besteht vor allem aus Berichten von der Website der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in China. Beide Versionen stimmen nicht miteinander überein und werden auch nicht in die jeweils andere Sprache übersetzt. Dies steht jedoch mit den Grundsätzen „Verschiedenheiten bestehen lassen und nach Gemeinsamkeiten suchen“ und „Einheit in Vielfalt“ beim Austausch der jungen Chinesen und Deutschen im Einklang.

    „Weise Jugendliche machen den Staat weiser; starke Jugendliche machen den Staat stark; fortgeschrittene Jugendliche machen den Staat fortgeschritten“ (Liang Qichao). Junge Menschen sind unsere Zukunft, sie sind auch der Grundstein für die Weiterentwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen und die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem chinesischen und dem deutschen Volk. Diese Dokumentation ist dem hochrangigen Dialog zur Förderung und Unterstützung des kulturell-gesellschaftlichen Austauschs zwischen den beiden Ländern gewidmet. Möge der Same der Freundschaft in den Herzen der chinesischen und deutschen Jugendlichen Früchte tragen! Möge sich der kulturell-gesellschaftliche Austausch zwischen China und Deutschland fortentwickeln. Mögen das chinesische und das deutsche Volk ein Herz und eine Seele sein!